Forschungsprojekte

Virtuelles Gemeindewerk

Ein Stadtwerk für die Region

Jeder Bürgermeister, der ein eigenes Stadtwerk hat, ist froh darüber. Die Stadtverwaltung wird entlastet, vertrauensvolle Ansprechpartner und Fachexperten stehen zur Verfügung und gleichzeitig werden Jahresüberschüsse an die Stadt ausgeschüttet.
Kleinere Gemeinden in den ländlichen Regionen haben diesen Vorteil nicht, da der Aufbau und der Betrieb eines Stadtwerks eine gewisse Größe der Kommunen erfordert.

 

Im Projekt „virtuelles Gemeindewerk“ untersuchen wir aus diesem Grund im Auftrag des Freistaats Bayern die Möglichkeiten eines Zusammenschlusses von ländlichen Gemeinden zur Gründung eines gemeinsamen „Stadtwerks für die Region“. Mit Unterstützung aller 35 Bürgermeister aus dem Landkreis Landshut werden wir eine Blaupause für ganz Bayern erstellen, wie sich Gemeinden interkommunal organisieren können. Gemeinsam werden Risiken sowie Kosten minimiert und das Wertschöpfungspotenzial erhöht.

 

Projektziele:

  • Rechtsgutachten zur Gründung eines gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) der Gemeinden aus dem Landkreis Landshut, als Blaupause für weitere Landkreise
  • Gründung des gKU „regionalwerke Landshuter Land“ mit möglichst vielen teilnehmenden Gemeinden aus dem Landkreis Landshut
  • Kommunalhoheitliche Aufgaben bleiben in der Hand der jeweiligen Gemeinde. Wettbewerbliche Aufgaben, z.B. Energieversorgung oder Breitbandausbau, können Tochter-Unternehmen der regionalwerke Landshuter Land übernehmen
  • Entlastung und neues Einkommens-Standbein für Kommunen
  • Rekommunalisierung der Bereiche der Daseinsvorsorge, insbesondere der Energie- und Datenversorgung
  • Stärkung der regionalen sowie kommunalen Wirtschaftskraft durch einen neuen und starken regionalen Player
  • Kooperation mit bestehenden Stadtwerken und weiteren virtuellen Gemeindewerken

Auftraggeber:

Amt für ländliche Entwicklung in Bayern – Bereich zentrale Aufgaben
Projektverantwortlicher: Regionalwerke GmbH & Co. KG
Projektlaufzeit: 09/2019 – 12/2020